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Zusammenfassung Jedes Jahr bringt neue
Fehler. Im Jahre 2002 hatten mehrere der schlimmsten
Fehler einen Bezug zur E-Mail Integration. Gefolgt von
übermässig wortgetreuen Suchmaschinen, war der Nummer
1-Fehler jedoch das Fehlen von
Preisinformationen.
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Während das Web wächst, fahren Websites fort, neue Wege
zu finden, um ihre Anwender zu stören. Nachfolgend sind 10
Design-Fehler aufgeführt, die besonders gut darin waren, die
Anwender zu bestrafen und den Inhabern der Sites im 2002 das
Geschäft zu rauben.
1. Keine Preisangaben
Keine B2C E-Commerce Website würde diesen Fehler machen,
aber innerhalb B2B - wo die meisten "Unternehmenslösungen" auf
eine Art und Weise dargestellt sind, dass man nicht
unterscheiden kann, ob sie für 100 oder 100'000 Personen
gemacht sind, ist genau dieser Fehler weit verbreitet. Der
Preis ist die spezifischste Information, anhand derer ein
Kunde die Offerte prüfen kann. Wenn man diese Information
nicht bereitstellt, fühlen sich die Leute verloren und ihr
Verständnis für eine Produktelinie verringert sich. Wir
verfügen über Meilen an Videoband auf dem die Anwender "sich
die Haare ausreissend" fragen "wo ist der Preis?".
Sogar B2C Sites machen oft den damit zusammenhängenden
Fehler, in ihren Produktlisten keine Preise aufzuführen, zum
Beispiel in Kategorieseiten oder
den Suchresultaten.
Der Preis ist in beiden Situationen die
Hauptinformationsquelle; er lässt die Anwender zwischen den
Produkten unterscheiden und sie so zu den für sie
relevantesten Produkten durchklicken.
2. Unflexible Suchmaschinen
Übermässig wortgetreue Suchmaschinen vermindern die
Usability, da sie nicht im Stande sind, Schreibfehler,
Mehrzahlbezeichnungen, Bindestriche und andere Varianten der
Abfrage zu handhaben. Solche Suchmaschinen sind besonders für
ältere Anwender schwierig zu nutzen, generell aber für alle
ärgerlich.
Ein damit in Verbindung stehendes Problem ist, wenn die
Suchmaschinen die Resultate nur auf der Basis der Anzahl
Suchbegriffe priorisieren und nicht anhand der Wichtigkeit des
Dokumentes. Es wäre viel besser, wenn die Suchmaschine die
"best bets" am Anfang der Liste anzeigen würde - besonders für
wichtige Abfragen, wie zum Beispiel die Namen ihrer
Produkte.
3. Horizontales Scrolling
Die Anwender hassen es, von links nach rechts zu scrollen. Das
vertikale Scrollen scheint o.k. zu sein, vielleicht auch deshalb, weil es
weit verbreitet ist. Webseiten, die in einem herkömmlich grossen Fenster,
zum Beispiel bei 800 x 600 Pixel ein horizontales Scrolling
verlangen, sind besonders störend. Aus irgendeinem Grund scheinen viele
Websites auf eine Browser- Fensterbreite von 805 Pixel optimiert zu sein
und dies, obwohl diese Auflösung ziemlich selten ist und diese zusätzlichen
5 Pixel im Verhältnis zum Aufwand für das horizontale Scrolling (und der
Fläche, die der horizontale Scrollbar braucht) wenig bieten.
4. Feste Schriftgrösse
Leider geben Style Sheets den Websites die Möglichkeit, die
Browser-Funktion "Schriftgrad ändern" zu überschreiben und die
Schriftgrösse fix festzulegen. In ungefähr 95% der Fälle ist
diese feste Schriftgrösse zu klein und reduziert so die
Lesbarkeit für die meisten Anwender über 40. Respektieren Sie
die Vorlieben der Anwender und lassen Sie sie die
Schriftgrösse
selbst bestimmen. Legen Sie zudem die Schriftgrösse relativ
gesehen fest - nicht als absolute Anzahl Pixel.
5. Textblöcke
Ein riesiger Textblock ist für eine interaktive Erfahrung
tödlich. Einschüchternd. Langweilig. Schwer zu lesen.
Schreiben Sie für den Online-Gebrauch, nicht für den Ausdruck
auf Papier. Um dem Anwender die Lesbarkeit zu erleichtern und
das Scannen des Textes zu ermöglichen, können Sie gut
dokumentierte Tricks anwenden. Verwenden Sie:
- Überschriften
- Aufzählungszeichen
- hervorgehobene Schlüsselwörter
- kurze Absätze
- die umgekehrte Pyramide
- eine einfache Schreibweise
6. Javascript Links
Die Grundbausteine des Webs sind Links und die Fähigkeit
der Anwender, diese Links zu verstehen und sie mit
unterschiedlichen Browsereigenschaften richtig zu
nutzen.
Links, die sich anders verhalten als erwartet untergraben
das Verständnis des Anwenders bezüglich seinen Vorstellungen
über das System. Ein Link sollte ein einfacher
Hypertexthinweis sein, welcher die aktuelle Seite durch neuen
Inhalt ersetzt. Anwender hassen unaufgeforderte Pop-up
Fenster. Wenn sie den Inhalt der neuen Seite in einem neuen
Fenster anzeigen lassen möchten, dann können sie das mittels
Browserfunktion "In neuem Fenster öffnen" tun; vorausgesetzt
natürlich, dass der Link nicht aus Programmiercode besteht,
welcher das Standardverhalten des Browsers einschränkt.
Anwender verdienen es, die Kontrolle über das System zu
haben. Computer, die sich konsistent verhalten, geben den
Leuten mehr Macht, indem sie sie ihre eigenen Werkzeuge
benutzen und diese auch anwenden lassen.
7. Wenig häufig gefragte Fragen in FAQ
Zu viele Websites zeigen FAQs mit Fragen, welche die Firmen
wünschten, ihre Anwender würden sie stellen. Nicht gut. Denn
FAQs haben ein stark vereinfachtes Informationsdesign, welches
keine ausgeprägte Einstufung der Fragen ermöglicht. Die Rubrik
FAQ muss deshalb für die häufig gestelltesten Fragen
reserviert bleiben, weil dies das Einzige ist, was sie auf einer
Webseite zu einer sinnvollen Eigenschaft macht. Das Abbilden von
selten gestellten Fragen untergräbt das Vertrauen der Anwender
in die Website und beschädigen ihr Verständnis für deren
Navigation.
8. Das Sammeln von E-Mail Adressen ohne Berücksichtigung
der Privatsphäre
Anwender schützen Ihre Inbox immer mehr. Jedesmal, wenn
eine Website eine E-Mail Adresse abfragt, reagieren die
Anwender in den Benutzertests negativ. Nehmen sie nicht
einfach an, dass man einen Newsletter abonniert, nur
weil er kostenlos ist. Sie müssen den Leuten sagen, was und
wie oft sie Post von Ihnen erhalten werden. Sie müssen ihnen
auch eine Erklärung bezüglich dem Schutz der Privatsphäre oder
eine Check-Box rechts des Eingabefeldes zur Verfügung stellen.
Sonst können Sie die Hoffnung begraben, andere E-Mail Adressen
als mickey@mouse.com zu erhalten.
9. URL > 75 Zeichen
Lange URLs führen zu einem Bruch der sozialen Navigation
des Webs, weil sie es praktisch verunmöglichen, einem Freund
eine Empfehlung zu mailen, eine bestimmte Website zu besuchen.
Wenn die URL zu lange ist um sie in einer Browser-Adresszeile
einzugeben, werden viele Anwender gar nicht wissen, wie sie
sie anwählen können. Wenn sich die URL in der E-Mail über
mehrere Zeilen erstreckt, können sie die meisten Empfänger
nicht mehr zu einem Stück zusammenfügen.
Das Resultat? Kein virenähnliches Marketing, nur weil die
URL zu lang ist. Eine schlechte Art und Weise, Geschäfte zu
verlieren.
10. Mailto-Links an unerwarteten Orten
Was erwarten Sie, wenn sie im Web einen Link anklicken?
Eine neue Seite, welche Informationen über den Link enthält,
den sie gerade angeklickt haben. Was erwarten Sie nicht? Das
Starten eines E-Mail Programmes, dass von Ihnen Input
erwartet, anstatt Informationen anzubieten.
Mailto-Links sollen für Links verwendet werden, die
ausdrücklich anzeigen, dass es sich um E-Mail Adressen
handelt, entweder durch die Anzeige des Formats info@usability.ch
oder ihre Bezeichnung (Senden Sie eine E-Mail an den
Kundendienst). Belegen Sie die Namen von Personen nicht mit
Mailto-Links; das Anklicken des Namens sollte im Normalfall
die Biografie der Person zeigen und nicht ein E-Mail Programm
starten.
Nochmals, ein Interaktionsdesign muss den Erwartungen des
Anwenders entsprechen. Je konsistenter es ist, desto mehr
Anwender werden es verstehen und so die Kontrolle über das
System haben. Verletzte Erwartungen verursachen ein Gefühl der
Unterdrückung, in der die Technologie über die Menschen
herrscht und so deren Fähigkeit verringert, die Interaktion zu
steuern.
Die zunehmende Wichtigkeit der E-Mail Integration
Es ist interessant festzustellen, dass die letzten drei
Fehler alle mit E-Mail in Zusammenhang stehen. Obwohl einer
der ältesten Internet-Services, bleibt
E-Mail einer der
wichtigsten. Die E-Mail wird schliesslich auch immer besser
ins Web integriert und ich erwarte, dass sich dieser Trend
fortsetzt (das heisst, wenn Websites die erwähnten Fehler
vermeiden können).
Frühere "Top-Ten" Listen
Die meisten dieser früheren "Top-Ten"-Lists sind immer noch
sehr relevant für die heutigen Websites. Auch wenn wir neue
Fehler erhalten, gehen die alten nicht weg, obwohl sie
glücklicherweise weniger verbreitet
sind. Frühere Listen in Englisch:
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