4.1 Was ist UsabilityDer Begriff Usability [juseybility] stammt aus dem Englischen. Er setzt sich aus zwei Worten zusammen, to use (benutzen) und the ability (die Fähigkeit). Übersetzt wird der Begriff mit Gebrauchstauglichkeit oder aber auch Brauchbarkeit. Gemeint ist damit folgendes: "Google.com has in my opinion high usability" bedeutet: "I encounter no problems when using it" respektive "Ich kann google.com ohne Probleme nutzen". Usability mit Bedienerfreundlichkeit oder gar technischer Verfügbarkeit zu übersetzen wäre deshalb nicht korrekt, weil es die Faktoren Benutzungseffizienz und den Grad der Zufriedenstellung unberücksichtigt lassen würde. In der ISO Norm 9241 wird Usability als das Ausmass definiert, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufrieden stellend zu erreichen. Dabei geht es beim Massstab für die Gebrauchstauglichkeit um den Grad der
Und genau dies wird in einem Usability-Test gemessen, anhand von quantitativen und qualitativen Testmethoden. Bei einem solchen Test werden auch andere, software-ergonomische Faktoren berücksichtigt, wie zum Beispiel die Farb- und Schriftgestaltung, die Navigation, die Informationsarchitektur, die Aufgabenangemessenheit und so weiter. Es geht bei Usability nicht nur um die Gestaltung von Web-Sites, sondern auch um ganz alltägliche Gebrauchsgegenstände. Wird eine Kaffeekanne z.B. so wie im Bild unten entworfen, gestaltet sich das Einschenken von Kaffee als schwierig. Genau so schwierig vielleicht, wie sich das Suchen von Informationen auf schlecht entworfenen Websites gestaltet.
Es gibt nebst der ISO 9241 noch andere Normen und Standards zum Thema Software-Ergonomie und Usability. So verwenden wir zum Beispiel in unserem Institut für die Prüfung der Anwendbarkeit von Software speziell entwickelte Prüfarchitekturen, welche auf der ISO Norm 9241, den ISO Normen 9126 und 13407 und der DIN Norm 66234/8 aufbauen. Weiter zum Kapitel 4.2 Check-Web |