| Usability wird mehr und mehr zu einem Modewort.
Und wie bei allen anderen Modeworten ist es auch hier so, dass
der Begriff von immer mehr Leuten unterschiedlich benutzt und
somit auch verwässert wird. Letzte Woche haben wir auf einer
Webseite zum Beispiel folgende Definition von Usability
gesehen: "Schnelle Serverzugriffszeiten". Und heute
wurden wir mit einem Mailing auf eine Firma aufmerksam
gemacht, die Usability-Tests anbietet, unter anderem anhand
folgendem Kriterium: "Technische Verfügbarkeit der
Website".
Selbstverständlich ist es wichtig, dass dieses Kriterium
auch getestet und geprüft wird. Usability hat aber nicht primär
etwas mit der technischen Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit
des Systems ("Reliability") zu tun. Diese technische
Verfügbarkeit ist im Qualitätsmodell der ISO zwar
nebst Usability ein Bestandteil der gesamten Software-Qualität.
Wenn jemand aber die Brauchbarkeit einer Software mit "Reliability"
übersetzt und nur diese testet, dann ignoriert er/sie all die
anderen Bestandteile des Qualitätsmodells der ISO 9126:

Er bietet also die Durchführung von Usability-Tests an, ohne die
eigentliche Usability
des Produktes zu testen.
Gemäss ISO 9241-11 wird Usability wie folgt definiert: Das
Ausmass, in welchem ein Produkt durch
bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext
genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv,
effizient und zufrieden stellend zu erreichen.
Der Anwendungsrahmen der Gebrauchstauglichkeit sieht gemäss ISO 9241-11 wie folgt aus:
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