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Möchten Sie Ihre Informationsarchitektur auf die Informationsbedürfnisse Ihrer Nutzer ausrichten?

 

Durch das Cardsorting können Sie in einer frühen Entwicklungsphase eine nachhaltige Informationsstruktur (IA) gestalten, die durch Klarheit, Ordnung und Struktur bei Ihren Nutzern eine hohe Akzeptanz schafft.

Dank Cardsorting können logische und benutzerfreundliche Navigations- und Menüstrukturen entwickelt werden. Das Ziel des Verfahrens besteht darin, ein usable design, das heißt einen benutzerfreundlichen und leicht verständlichen Aufbau mit logischer Struktur, zu erstellen, das von den Endkunden gleichermaßen akzeptiert wird.

Durch das Cardsorting lernen Sie das Informationsbedürfnis der Zielgruppe kennen, indem die Testpersonen verschiedene Themen und Begriffe in Kategorien sortieren. Die Kategorien können entweder "geschlossen" (d.h. vorgegeben) oder "offen" (Testperson setzt eigene Kategorien) sein. Dies sichert eine breite Akzeptanz durch Ihre Nutzer.

Idealerweise finden Cardsortings noch vor dem Entwurf des Interaktionsdesigns statt. Mit den heutigen Content Management Systemen lassen sich jedoch Korrekturen an der Informationsarchitektur in jedem Designstadium relativ leicht vornehmen. Daher spielt es je länger je weniger eine Rolle, wann im Projektverlauf das Card Sorting durchführt wird. Wichtig ist nur, dass man es bei jedem Projekt mindestens einmal macht.

Um aussagekräftige und zuverlässige Daten zu erhalten, benötigt man mindestens 15 repräsentative Anwender. Das sind mehr als bei einem herkömmlichen, kleineren Usability-Test, doch verschiedene Gründe sprechen für diese Zahl (vgl. dazu Jakob Nielsens Alertbox vom 19. Juli 2004).

Die Durchführung eines Cardsortings ist relativ einfach: Man erstellt Cards mit allen relevanten Menüpunkten und Informationsbrocken (evtl. auch Links etc.), die man auf der Website oder in der Anwendung zur Verfügung stellen möchte. Jeder Teilnehmer sortiert die Kärtchen dann selbständig und innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens in logische Gruppen. Während des Sortierens kann und soll sich der Teilnehmer frei über unklare Begriffe äussern und seine Gedanken und Erwartungen zu einzelnen Kärtchen laut formulieren.

Neben der Kartenvariante mit Papier gibt es eine Reihe von Programmen, die die Sortierung mehr oder weniger bequem am PC ermöglichen. Auf keinen Fall aber sollte man sich auf die rein mathematische Auswertung numerischer Ähnlichkeitsgrade beschränken. Qualitative Aspekte verfügen beim Cardsorting über eine hohe Aussagekraft. Qualitative Aussagen und die Auswertung des Verhaltens während des Cardsortings liefern zusätzlich zu den quantitativen Daten die eigentlichen Haupterkenntnisse aus der ganzen Übung:

  • Welche Begriffe bereiteten Mühe bei der Zuordnung? Welche Kärtchen wurden immer wieder umgelegt?
  • Bei welchen Begriffen tauchten Verständnisprobleme auf?
  • Bei welchen Begriffen wurden die Anwender fehlgeleitet? Wo verbanden sie mit den Worten andere Assoziationen als eigentlich beabsichtigt ist?

Während unseren Cardsortings zeichnen wir deshalb den Vorgang mit Camtasia auf und analysieren ihn im Anschluss sowohl quantitativ als auch qualitativ. Nur so erhält man eine vertiefte Einsicht, denn erfahrungsgemäss liefern die Aussagen der Nutzer oftmals auch wertvolle Hinweise auf Wörter und Synonyme für die Navigationselemente, die Links, die Überschriften und nicht zuletzt die Suchmaschinen-Optimierung.