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Als Tim Berners-Lee 1991 das Web erfand, hatte er die geniale Idee, den Kern
des Hypertext-Konzepts herauszuarbeiten und ein System zu entwerfen, das mit
minimalen Funktionen kreuz und quer durchs Internet navigiert.
In der Tat verfügt das Web nur über ein einziges Funktionselement: einfache
Links als Einbahnen,
die die bestehende Seite durch eine neue ersetzen. Zugegebenermassen hat die Funktion
noch ein paar Extras wie die Möglichkeit, zurückzugehen oder den Link in einem neuen Fenster zu
öffnen (wovon ich übrigens abrate), aber im Grunde hat das Web keine weitergehenden
Hypertext-Funktionen.
Neue Web-Funktionen
Seit den ersten Hypertext-Systemen der 1960er Jahre sind viele weitere
Funktionen erfunden worden, und manche davon haben sich als nützlich erwiesen.
Vielleicht ist es an der Zeit, das eine oder andere Funktionselement im Web
einzubauen.
Super-Links (fat links)
Super-Links sind Links, die auf mehr als eine Seite verweisen. Jetzt, wo
Browser wie Firefox und Safari das Tabbed-Browsing unterstützen, ist es
möglich, mit Links zu arbeiten, die mehrere Reiter öffnen und mit einem Klick
gleich mehrere Ziele gleichzeitig zugänglich machen.
Obwohl die meisten Benutzer Reiter mögen, bin ich persönlich nicht
sonderlich begeistert davon, vielleicht weil ich einen ziemlich grossen Bildschirm verwende
(2048*1536 Pixel). Auf dem grossen Bildschirm lassen sich multiple Seiten
normalerweise besser in Fenstern handhaben als in Reitern. Die Usability von
Aufgabenleisten verbessert sich, weil man in der Schaltfläche oder am Fuss des Bildschirms
mehr als bloss den Fenstertitel sehen kann. Zudem kann man auf dem grossen Bildschirm
gleichzeitig mehrere Fenster anzeigen, was die Usability kritischer Aufgaben wie
Sammeln, Vergleichen und Auswählen (den Hauptaufgaben im Web) dramatisch verbessert. Doch auch
Reiter haben ihre Vorteile, und ohnehin stellen sie nicht die einzige Möglichkeit
dar, Super-Links zu verwirklichen.
(Nebenbei: Lesezeichen (Favoriten, Bookmarks) sind eine Sonderform von Links;
die Möglichkeit bei Firefox, alle Lesezeichen eines Ordners gleichzeitig zu
öffnen, ist also ein Super-Lesezeichen.)
Typisierte Links
Wenn die Benutzeroberfläche unterschiedliche Linktypen formal erkennen
könnte, könnte sie sie unterschiedlich anzeigen und handhaben. Der
naheliegendste Typenunterschied ist der zwischen internen Links einer Website
und Links, die auf andere Sites verweisen.
Die Browser könnten schon heute diesen Unterschied berücksichtigen, indem
sie einfach den Domainnamen im URL beachten: Wenn man gerade eine Seite von
foobar.com anschaut, sind alle Links zu Seiten von foobar.com intern und alle
anderen sind extern. Ein etwas weiter fortgeschrittenes System könnte zudem die
Möglichkeit berücksichtigen, dass ein gegebenes Unternehmen mehrere Domains
unterhält.
Schon viele Webdesigner haben versucht, Symbole zu entwerfen, die den
Benutzern externe Links anzeigen, aber diese Bemühungen scheitern in der
Regel an der fehlenden Standardisierung dieser Designs. Gemäss dem Jakobschen Gesetz
verbringen die Benutzer ihre meiste Zeit auf anderen Sites und bilden ihre
Erwartungen auf Grundlage ihrer gesammelten Nutzererfahrung. So lange
nicht alle Websites die gleichen Symbole verwenden (und sie konsistent
einsetzen), ist der Versuch zur Kenntlichmachung einzelner Linktypen mit Icons
zum vornherein zum Scheitern verurteilt. Anders wäre es, wenn man die Typen auf einer tieferen Ebene des Systems
einbetten könnte.
Natürlich könnten typisierte Links noch ganz andere Zwecke haben als die
Unterscheidung zwischen internen und externen Links. Zum Beispiel könnten die
Browser Ziele, die kostenpflichtig sind oder eine Registrierung erfordern,
anders behandeln als freie Links. In ähnlicher Weise könnten sie unterscheiden
zwischen Links, die Argumente für, und solchen, die Argumente gegen eine
bestimmte Position anbieten.
Ausgewiesene Strukturen
Anstatt auf kleinster Ebene Link und Seite als einzige Kriterien der
Benutzeroberfläche zu behandeln, könnten wir auch ein ausgewiesenes
Spiegelbild der Informationsarchitektur hinzufügen. Opera-Browser tun das
bereits, indem sie den Benutzern Knöpfe anbieten, die zur Startseite, zur
Hilfe, zur Kategorienübersicht usw. einer Website führen.
Der Vorteil solcher ausdrücklich strukturellen Befehle liegt darin, dass die
Benutzer nicht mehr länger Sklaven des individuellen Site-Designs sind. Die
Benutzer müssen nicht mehr länger unter schlechten Designs leiden. Und selbst auf guten
Websites brauchen sie bloss einen Standardbefehl zu benutzen, der immer
das gleiche bewirkt, und müssen keine Zeit mehr damit verbringen, die
Navigation jeder neuen Site zu begreifen. Die
Popularität des "Zurück"-Knopfes gründet zur Hauptsache auf diesem
Umstand: Dank ihm braucht man nicht die Seite nach
einem Link zu durchsuchen, der vielleicht das gleiche bewirkt.
Vom Benutzer angelegte Strukturen
Eine besonders interessante Form strukturierter Benutzeroberflächen sind
Strukturen, die die Nutzer selbst anlegen und dem existierenden Hypertext
überstülpen. Zwei Beispiele: Bemerkungen und geführte Touren.
- Bemerkungen legen vom Benutzer erzeugte Inhalte wie Text, Skizzen
oder Links zu anderen Sites obenauf. Dieses Strukturelement hat viele
Zwecke, darunter den, einen einfach daran zu erinnern, was einem beim
letzten Besuch der Site begegnet oder eingefallen ist.
- Geführte Touren erlauben es einem, eine Serie von Webseiten und
Site-Abschnitten zu sammeln, mit zusätzlichem Material zu kombinieren und
in eine neue Struktur zu bringen, die man an andere weitergeben kann. Das
ist hervorragend für E-Learning-Anwendungen geeignet, aber auch für
pragmatischere Zwecke. Zum Beispiel, wenn man einen Einkauf fürs
Unternehmen recherchiert und dem Chef eine geführte Tour zu den Vor- und
Nachteilen verschiedener Optionen zusenden will.
Integration von Suchen und Blättern
Die Suche ist einer der populärsten Einstiege ins Web, und sie hat
den enormen Vorteil, dass der Nutzer dabei ausdrücklich angibt, was er bei jedem
Besuch eigentlich vorhat. Leider lässt der Benutzer alle Informationen über
seine aktuelle Suchanfrage hinter sich, sobald er von der Suchergebnisseite aus
weiterblättert.
1990 zeigte das SuperBook-Projekt von Bell Communications Research deutlich,
welche Vorteile es bringt, wenn man das Suchergebnis in die Navigationsmenüs und
andere Übersichten direkt über dem Informationsraum integriert. Es gibt im
Prinzip drei verschiedene Ansätze, dies zu tun.
Der erste liegt darin, auf jedem Navigationsknopf einfach die Trefferzahl
für das Suchwort in dem Bereich anzugeben, auf den der Knopf verweist.
Ein zweiter, weitergehender Ansatz könnte Suchrelevanzen gebündelt anzeigen. Eine
Website könnte zum Beispiel einen Bereich mit einer extrem
relevanten Seite gegenüber einem anderen Teil mit zehn weniger relevanten
Seiten hervorheben. In jedem Fall liegt die Kunst darin, dem Besucher anzuzeigen,
wie stark die jeweiligen Möglichkeiten zum Weiternavigieren zu
seiner aktuellen Suchanfrage passen.
Auch wäre es sehr nützlich, die Suchwörter hervorzuheben, wenn der
Besucher auf einer Seite angekommen ist. Dadurch könnte er leichter erkennen, warum
gerade diese Seite als relevant eingestuft wurde, und er könnte schneller entscheiden, ob er bleiben oder weitergehen soll.
Das Hervorheben von Suchwörtern unterstützt den Nutzer auch dabei, seine Aufmerksamkeit auf den
relevantesten Teil der Seite zu konzentrieren.
Ein dritter Ansatz der Integration von Suchen und Blättern liegt in der Darstellung
gezielterer Werbung. Wenn die Website die letzte Suchanfrage des Benutzers
kennt, kann sie anstelle von Werbung allgemeiner Art genau solche Werbung einblenden, die
mit diesen Schlüsselwörtern zu tun haben. Allerdings werden Anzeigen auf
inhaltlichen Seiten nie so erfolgreich sein wie die gleichen Anzeigen auf
Suchergebnisseiten - weil sich das Nutzerverhalten bereits vom Suchen zum Lesen
verwandelt hat. So lange sie noch in der Suchmaschine sind, suchen die Benutzer
nach Zielen, wo sie hingehen wollen, und klicken deshalb mit hoher
Wahrscheinlichkeit auf Anzeigen, die das in der Suchanfrage verborgene Problem
zu lösen versprechen. Auf einer inhaltlichen Seite kollidiert die gleiche
Anzeige dagegen mit dem Bestreben des Besuchers, den Inhalt zu verarbeiten und
möglicherweise zur Suchmaschine zurückzukehren, um das nächste Ziel
auszuwählen. Doch auch dann sollte eine zum aktuellen Problem des Besuchers
passende Anzeige andere Formen der Werbung ausstechen, die mit weniger Aufmerksamkeit für die
spezifische Nutzersituation (wie sie die letzte(n) Suchanfrage(n) implizieren) ausgewählt
wird.
Vor
allem Unternehmen wie Yahoo! und MSN, die Suchmaschinen mit einem Netz
anderer Dienste verbinden, könnten von Werbeeinblendungen auf Inhaltsseiten
profitieren. Solche Sites können ihr Wissen über die
Suchanfragen der Benutzer direkt auf die übrigen Teile ihres Netzes
übertragen. Andere Sites könnten die Suchbegriffe der Benutzer aus den
Referrer-Daten extrahieren, die gewöhnlich einlaufen, wenn Besucher von
Suchmaschinen her eintreffen. Oder aber die Suchmaschinen könnten künftig den
aktuellen Abfragestring nicht mehr gratis weiterreichen, sondern ihn auf Wunsch
als separates Datenpaket an die Zielsites verkaufen.
(Sobald wir einmal damit begonnen haben, Schlüsselwortrelevanzen in das Verhalten
jenseits des ersten Suchergebnisses zu übertragen, wird es interessant sein zu
messen, wie schnell sich die ursprünglichen Absichten der Benutzer ändern und wie
schnell deshalb eine Anpassung an seine ursprüngliche Absicht an Wert verliert. Es
würde mich nicht überraschen, wenn sich der Wert der Schlüsselwörter in fünf
Minuten in Luft auflöst - Webnutzer sind ein flüchtiges Volk.)
Übersichtskarten
Gemäss mehreren Studien mit Hypertexten der Vor-Webära konnte eine
Übersichtskarte des Informationsraumes die Benutzereffizienz um 12 bis 41
Prozent steigern. Zu wissen, wo man ist, wo man war und wohin man gehen kann,
hilft beim Navigieren mit Online-Informationen signifikant weiter.
Navigationsmenüs und Sitemaps sind zwei verbreitete
Umsetzungen solcher Übersichtskarten, aber keine davon stellt sämtliche Funktionen zur Verfügung, die die Benutzer
benötigen. Wegen des beschränkten
Platzes geben Navigationsmenüs nur einen begrenzten Einblick auf die Optionen des
Benutzers. Sitemaps heben nicht hervor, wo sich der Benutzer gerade befindet,
zumal er den aktuellen Ort verlassen muss, um auf die Sitemap als separater
Seite zu landen.
Sicher wäre es hilfreich, wenn sich die Designer an die Designrichtlinien für
Sitemap-Usability halten würden. Aber letztlich müssen die Designer
Übersichtsdiagramme mit dem Browser abstimmen, um die folgenden Kernfunktionen
erfüllen zu können:
- "Ihr Standort" - Markierungen
- Fussspuren, die anzeigen, wo der Benutzer gewesen ist. Sites, die
die Farbe der besuchten Links ändern, bieten diese Funktion zum Teil,
vorausgesetzt, ihre Sitemaps verwenden Textlinks. Aber auch diese Sites
lassen zwei unabdingbare Elemente von Fussspuren vermissen:
- das Markieren von Bereichen, die der Benutzer besucht hat (auch dann,
wenn er nicht auf der Hauptseite des Bereichs war, also die genaue
Adresse des Links nicht gesehen hat)
- unterschiedliche Markierungen je nach Umfang, in dem ein Besucher
einen bestimmten Bereich bereits besucht hat (hat er z.B. alle Seiten des Abschnitts gesehen oder
nur ein paar davon?)
- Suchwortdichte-Anzeigen, wie sie oben im Abschnitt "Integration von
Suchen und Blättern" angesprochen wurden.
Design für grosse Bildschirme
Im Prinzip ist das Web unabhängig von der Bildschirmgrösse. Doch in der
Praxis wird das Web für das Nutzererlebnis mit kleinem Bildschirm angelegt,
bei dem die Benutzer auf enger Breite immer nur jeweils eine Seite betrachten
(normalerweise 800 oder 1024 Pixel). In der Regel muss man scrollen, um
Informationen zu sehen, die nicht mehr auf den kleinen Bildschirm passen.
Sobald wir Bildschirme haben, die so gross und gut aufgelöst sind wie eine
aufgefaltete Zeitung, ändert sich die Benutzeroberfläche. Es wird möglich,
mehr auf räumlichen Hypertext zu setzen statt bloss auf das lineare Scrollen.
In der Tat, das Konzept einer Seite an sich könnte verschwinden und
Bündelungseinheiten Platz machen, die auf höherer Ebene multiple
Dateneingänge kombinieren.
Die weite Verbreitung von Portlets in Intranetportalen gibt eine leise Ahnung
davon, welches Potenzial in Einheiten steckt, die multiple Informationen
integrieren, die sich jeweils unabhängig abrufen und aktualisieren lassen.
Physischer Hypertext
Statt bloss auf unterstrichene Wörter auf dem Bildschirm zu klicken,
könnten die Benutzer auch durch bestimmte physische Handlungen auf eine
Zielseite gelangen. Auf Objekten könnten Hypertext-Links verankert
werden.
Verschiedene bereits gescheiterte Projekte haben bereits versucht,
physischen Hypertext im Web zu etablieren. Das prominenteste und unbedarfteste Beispiel
ist CueCat: ein Strichcode-Scanner, mit dem die Benutzer
Zeitschriftenanzeigen scannen konnten, um mehr über die beworbenen Produkte zu
erfahren.
CueCat scheiterte aus zwei Gründen:
- Es nützte den Werbetreibern und nicht den Benutzern, und so hatten
die Leute wenig Antrieb, für die seltenen Gelegenheiten, wo sie
Folgeinformationen zu einer Anzeige haben wollten, ein CueCat bereit zu
halten. Eine Webadresse einzutippen ist einfacher als ein spezielles Gerät
herauszukramen.
- Es war an den PC angebunden, half den Leuten also nicht weiter,
wenn sie beim Einkaufen oder anderswo, wo sie keinen PC-gebundenen Webzugang
hatten, Informationen haben wollten.
Zukünftige Projekte mit physischem Hypertext müssen diese beiden Hürden überwinden. Es ist nicht schwer,
Strichcode Scanner und Funkerkennungsleser (RFID) in Mobiltelefonen und anderen internetfähigen PDAs
einzubauen. Solche Geräte können Links von
physischen Objekten aus herstellen, die den Benutzern begegnen, wenn sie
draussen unterwegs sind. Wohin sollten die Links führen? - Nicht bloss zu
Werbung, sondern auch zu anderen nützlichen Informationen wie Warentest-Websites
oder Einkaufsberatern, die den Benutzern sagen, ob sie gerade ein gutes Geschäft
machen.
Kooperation
Surfen im Web ist ein solitäres Erlebnis. Das Leben ist anders.
Ich erwähne die Kooperation als letzte Funktion, weil die bisherige Forschung
am wenigsten Anleitung zu bieten hat. Es gibt ein paar Arbeiten
über verteilte Hypertexte, bei denen die Leute einen kooperativen Wissenspool
aufbauen oder gemeinsam Probleme lösen. Wikipedia bietet ein primitives
Beispiel für die Potenz eines von vielen Benutzern aufgebauten Hypertextes.
Doch in der Hauptsache bleibt die Kooperation ein Feld mit immensen
Möglichkeiten und wenig Fortschritt.
Gibt es einen Ausweg?
1995 habe ich fünfzehn Hypertext-Funktionen aufgeführt, die die damaligen Web-Browser
vermissen liessen. Es waren dies:
- Eine Suchfunktion (d.h., eine Suche, die sich so nennen kann)
- Ein Übersichtsdiagramm (globaler oder lokaler Art)
- Geführte Touren (Pfade)
- Tabellenüberschriften, die es erlauben, einigen Hypertext im Zusammenhang
mit anderem, der Kommentare dazu liefert (dies wäre nützlich für
Schulungs-/Erziehungszwecke)
- Fat Links (die mehrere Ziele zugleich öffnen)
- parametrisierte Spuren zurück
- Visueller Zwischenspeicher
- "Fliegen" durch den Informationsraum (und andere Formen der
schnellen Visualisierung der Hauptinformationen dieses Raumes)
- Vererbung und Bündelung von Links
- Zeitabhängige Darstellung (Breadcrumbs altern in gegenwärtigen Systemen)
- Visuelle Effekte zur Betonung der verschiedenen Dimensionen der Navigation
- Pop-up Links (die nur sichtbar bleiben, solange der Nutzer eine bestimmte
Handlung explizit ausführt und durch die das Fenster aktiv bleibt)
- Mehrsprachige Darstellung von Texten
- Relevanz-Ratings mit Hypertext-Ankern erstellen (z.B. Relevanz gemäss
Berechnungen aus Suchanfragen oder den Interessen einer Community)
- Filtern von Ankerlinks
In den vergangenen zehn Jahren wurde keine dieser Ideen
implementiert - ausser der Suchbox bei Firefox und der Suchleiste beim
Internet Explorer.
Verspricht die nächste Dekade mehr Fortschritte? - Ich
denke schon. Zum einen könnten die meisten der hier erwähnten Ideen für einen nachhaltigen
Wettbewerbsvorteil patentierbarer Benutzeroberflächen sorgen. (Ich habe beim Schreiben dieses Artikels mindestens
fünf potenzielle Patente erfunden, mich aber nicht um die Anmeldung gekümmert.
- Weil es nicht mein Geschäft ist, Patentverletzer zu verklagen. Ein grosses
Unternehmen mag diese Patente gerne anhäufen, wenn es will.)
Die letzten zehn Jahre waren ein schwarzes Loch: Viel Aufmerksamkeit galt den
vergeblichen Versuchen, das Web dem Fernsehen ähnlicher zu machen. Hoffentlich
wird sich die nächste Dekade darauf konzentrieren, den Nutzern mehr Macht zu
geben und uns Werkzeuge an die Hand zu geben, um einen
weltumspannenden Informationsraum zu meistern.
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