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Auch Weblogs sind Websites, weshalb die vielen bestehenden
Website-Usability-Richtlinien auch für sie gelten. Genauso
wie die 10 häufigsten Webdesign-Fehler
des Jahres. Aber Weblogs stellen auch eine ganz spezielle
Art von Websites dar, mit ihren Eigenheiten und
den damit verbundenen speziellen Usability-Problemen.
Einer der grössten Vorteile von Weblogs besteht darin,
dass dafür eigentlich kein "Webdesign" nötig
ist. Man schreibt einen Abschnitt, drückt auf eine
Schaltfläche und schon ist der Text auf dem Internet. Es
besteht kein Bedarf an visuellem Design, Seitenlayout,
Interaktionsdesign, Informationsarchitektur oder irgendwelcher
Programmierung und Serverunterhaltsarbeiten.
Weblogs erleichtern den Unterhalt einer kleinen Website,
weshalb die Zahl der Menschen, die fürs Web schreiben,
explosionsartig zugenommen hat. Dies zeigt ganz klar, wie
wichtig eine einfache Bedienung ist.
Der zweite Vorteil von Weblogs liegt im webeigenen
Charakter ihres Inhalts, der zur Hauptsache aus Links und
kurzen Texten besteht. Man muss keine
vollständigen Artikel verfassen oder eigene Untersuchungen
und Berichte schreiben. Stattdessen muss man einfach auf einer
andern Website irgendetwas Interessantes finden, verlinken und
allenfalls noch mit einem eigenen Kommentar und
weiteren Beispielen versehen. Das ist natürlich viel
einfacher als eine konventionelle Website zu pflegen und
illustriert wiederum die Vorteile einer vereinfachten
Bedienung.
Ein dritter Vorteil ergibt sich durch die Eingebundenheit
von Weblogs in ihr eigenes "Ökosystem" (das
ärgerlicherweise gelegentlich Blogosphere genannt wird).
Dadurch werden gute Einträge durch Links auf anderen Websites
gefördert und beworben, weshalb noch mehr Leser, resp.
Schreiber, davon Kenntnis nehmen. Die besten Einträge werden
dann noch weiter verlinkt. Daher folgt die
Verlinkungshäufigkeit einer Zipf-Verteilung mit
unverhältnismässig vielen Verlinkungen zu den besten
Weblog-Einträgen.
Anmerkung der Übersetzung:
Die Zipf-Verteilung ist eine nach dem
Linguistikprofessor George Kingsley Zipf benannte
diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung, die in einem
Diagramm mit logarithmischen Achsen als Gerade
dargestellt werden kann.
Konkret bedeutet eine Zipf-Verteilung, dass ganz wenige,
einzelne Elemente extrem hohe Häufigkeiten erreichen, während
eine kleine Minderheit mittlere Häufigkeiten aufweisen
und der überwiegende Grossteil aller Elemente nur ganz vereinzelt
vorkommt.
Verschiedenste Phänomene folgen der Zipf-Verteilung: von der Häufigkeit einzelner Worte in einem
Text über die Grösse von US-Firmen gemessen an der
Zahl ihrer Angestellten bis hin zu Seitenaufrufen auf
einer Website oder Bestellungen von einzelnen Bänden in einer Bibliothek.
Bsp. Eine Sprache umfasst Hunderttausende von Worten. In
einem Text wird aber nur immer ein ganz kleiner
Ausschnitt aus diesem riesigen Spektrum verwendet. Und
selbst innerhalb eines einzelnen Texts kommen einzelne
Worte viel häufiger vor als andere. |
Bei einigen Weblogs handelt es sich nur um private
Tagebücher, die für eine Handvoll Leute aus der Familie und
dem engen Freundeskreis bestimmt sind. Usability-Richtlinien
gelten in der Regel nicht für derartige Websites, da das
Vorwissen und die Motivation dieser Leser unvergleichlich
stärker sind als von Drittpersonen. Wenn Sie neue Leser
erreichen wollen, bei denen es sich nicht gerade um Ihre
Mutter handelt, kommt Usability ins Spiel.
Auch wenn es sich um ein Intranet-Weblog handelt und
die Leser Sie persönlich kennen, ist Usability ein wichtiger
Faktor: schliesslich geht die Lesezeit auf Kosten der Firma.
Usability-Probleme
Um neue Leser zu erreichen und auch, um der bestehenden
Leserschaft nicht zuviel Zeit zu rauben, sollten Sie Ihr
Weblog auf die folgenden Usability-Probleme hin überprüfen.
1. Keine Biographie des Verfassers
Wenn Sie nicht gerade ein Blog mit kommerziellem
Hintergrund betreiben, brauchen Sie auch keinen ausgewachsenen
"Über uns"-Bereich wie
eine Firmenwebsite. Nichtsdestotrotz lassen sich die Argumente
für einen "Über uns"-Bereich auch für die "Über mich"-Seite in einem Weblog
anführen: Die Nutzer möchten wissen, mit wem sie es zu tun
haben.
Es geht dabei grundsätzlich um die Vertrauensfrage:
Anonyme Texte verfügen über weniger Glaubwürdigkeit als
solche mit einer Unterschrift oder einem Namen. Und wenn es
sich beim Verfasser nicht gerade um eine wahnsinnig bekannte
Persönlichkeit handelt, reicht es einfach nicht,
hinzuschreiben, dass Joe Blogger für den Inhalt
verantwortlich ist. Die Leser möchten mehr über Joe
erfahren. Hat er irgendwelche Ausbildungsnachweise oder
Erfahrung in dem Bereich, worüber er schreibt? (Auch wenn Sie
keine formellen Zeugnisse vorzuweisen haben, werden die Leser
Ihnen mehr glauben, wenn Sie diesbezüglich ehrlich sind und
stattdessen den Grund Ihres Interesses und Engagements
erläutern).
2. Kein Foto des Autors
Auch Weblogs mit einer Biographie des Autors verzichten
häufig auf ein Foto. Dabei ist ein Foto aus 2 Gründen
wichtig:
- Es bietet die Möglichkeit, sich einen persönlicheren
Eindruck vom Autor zu verschaffen. Ihre Glaubwürdigkeit
steigt allein schon dadurch, dass Sie nicht versuchen,
sich zu verstecken. Menschen können sich leichter auf
Personen beziehen, die sie bereits einmal gesehen haben.
- Fotos machen die virtuelle Welt greifbarer. Leute, die
Ihnen bereits einmal begegnet sind, werden Sie auf dem
Foto wiedererkennen, und solche, die Sie auf dem Foto
gesehen haben, werden Sie erkennen, falls Sie Ihnen mal
über den Weg laufen (z.B. auf einer Konferenz).
Ein grosser Teil des menschlichen Gehirns wird darauf
verwendet, sich Gesichter einzuprägen und sie später wiederzuerkennen. Für
manch einen sind Gesichter einfacher zu merken als Namen. Als
ich 1987 mein Foto in eine meiner HyperCard Stacks einschloss
und die dann über eine Vielzahl von BBS für Macs verteilt
wurde, spürte ich das an meinem eigenen Leib. In den
folgenden 2 Jahren sprachen mich viele Leute an und meinten,
dass sie mein Stack mochten. Sie hatten mich anhand des Fotos
erkannt.
Wenn Sie ein professionelles Weblog unterhalten und
erwarten, auch mal in der Presse zitiert zu werden, dann
sollten Sie sich an die Empfehlungen
für PR auf dem Web halten und eine Auswahl an
hochauflösenden Fotos zum Download bereithalten, die dann von
den Grafikern direkt verwendet werden können.
3. Nichtssagende Titel für die Einträge
Obwohl Weblogs ein ureigenes Internetphänomen sind, halten
sich die Autoren traurigerweise kaum an die Richtlinien für
Onlinetexte in Bezug auf die Scannbarkeit von Inhalten. Dieser
Punkt ist wichtig für den Text der einzelnen Beiträge und
noch wichtiger für die Titel. Die Nutzer müssen die
Hauptaussage eines Artikels anhand der Titelzeile erkennen
können. Vermeiden Sie daher herzige oder lustige Titel, die
überhaupt keinen Bezug zum Inhalt haben.
Der Titel eines Beitrags ist ein Mikroinhalt und man sollte
ihn als ein separates Stück Textarbeit betrachten. Und zwar
auf einer Wert pro Wort-Basis. Titelschreiben ist der
wichtigste Teil der Schreibarbeit.
Aussagekräftige Titel sind besonders wichtig für die
Wiedergabe Ihres Weblogs in Suchmaschinen, Newsfeeds (RSS) und
anderen externen Umgebungen. In diesen fremden Kontexten
nehmen die Anwender meist nur die Titel wahr und entscheiden
dann aufgrund dieses Textstücks, ob sie den ganzen Artikel
anklicken. Nutzertests zeigen, dass die Leute sich am Titel
orientieren, selbst wenn sie noch einen kleinen Ausschnitt
neben dem Titel sehen (wie in den meisten Suchmaschinen
üblich). Genaugenommen lesen die meisten Nutzer beim
Überfliegen einer Liste eigentlich nur die
ersten 3-4 Worte eines jeden Titels.
Beispiele von schlechten Titeln sind z.B.:
- Was ist es, was Sie möchten?
- Hallo Kinder! Comics!
- Opfer im Stich gelassen
Beispiele von guten Titeln:
- Fotos von der Die Hunns und Black Halos Show
- Rollende Eisstände als Kirchenmarketing
Dieser letzte Titel eignet sich zwar für ein Blog, das im
Zusammenhang mit einer Kirche steht. Wenn Sie aber ein Blog
für die Eiskremindustrie führen, dann sollten Sie den Titel
mit dem Wort "Kirche" beginnen. Denn in einem
Kontext, wo sich alles um Eis dreht, steckt da die wesentliche
Information drin.
Beim Browsen durch die Listen mit verschiedenen
Weblog-Titeln traf ich auch auf einige, die komplett in
GROSSBUCHSTABEN waren. Davon ist grundsätzlich abzuraten. Die
Lesegeschwindigkeit nimmt dadurch um 10% ab und die Nutzer
fühlen sich durch dieses Marktschreierische abgestossen.
4. Linktexte legen ihr Ziel nicht offen
Viele Weblog-Autoren meinen wahrscheinlich, dass es cool
sei, Anchor-Links mit "einige Leute denken"
oder "hier und hier gibt es mehr" zu
bezeichnen. Erinnern wir uns an eine der Grundregeln des Web:
Das Leben ist zu kurz um auf unbekanntes zu klicken. Sagen Sie
den Leuten klar, wohin sie geführt werden und was am andern
Ende des Links auf sie wartet.
Grundsätzlich sollte man Vorankündigungen entweder im
Anchor-Link selber oder unmittelbar daneben machen. Sie
können auch Linktitel
(engl.) mit zusätzlichen Informationen versehen,
die inhaltlich nicht direkt in den Text passen. (Um einen Linktitel
in Aktion zu sehen, fahren Sie mit der Maus über den
Link "Linktitel (engl.)"). Ein ähnlicher Fehler
in diesem Zusammenhang sind auch Insider-Abkürzungen, wie
z.B. die Erwähnung anderer Weblog-Autoren mit Vornamen. Wenn
Sie nicht nur für Ihre Freunde schreiben, dann wollen Sie
neue Besucher ja nicht abschrecken, indem Sie bei ihnen den
Eindruck erzeugen, dass es sich hier um einen geschlossenen
Personenkreis handelt. Beim Web handelt es sich ja nicht um
die Schule.
5. Klassiker sind kaum zugänglich
Hoffentlich schreiben Sie auch ein paar Einträge, die für
Leser ausserhalb Ihres Fanzirkels von bleibendem Wert sind.
Solche Klassiker sollten sie nicht ins Archiv verschwinden
lassen, wo die Leute es dann nur noch finden können, wenn Sie
genau wissen, dass Sie es z.B. im Mai 2003 geschrieben haben.
Heben Sie daher in der Navigation ein paar Evergreens
heraus und verlinken Sie direkt darauf. Meine eigene Liste mit
fast 300 Alertbox-Kolumnen beginnt z.B. mit den Worten:
"Lesen Sie diese zuerst: Usability-Einmaleins
und Die
10 grössten Fehler des Webdesign (engl.)"
Vergessen Sie auch nicht, in aktuellen Beiträgen auf
frühere zu verlinken. Gehen Sie nicht davon aus, dass die
Leser von Anfang an mitgelesen haben. Verschaffen Sie Ihnen
Zugang zu einem grösseren Kontext für den Fall, dass sie
noch weitere Ihrer Ideen lesen möchten.
6. Navigation nur über Kalender
Eine Zeitlinie ist selten die ideale Form einer
Informationsarchitektur. Nichtsdestotrotz bewegt man sich
standardmässig so durch Weblogs. Die meiste Weblog-Software
erlaubt es, die Beiträge zu kategorisieren,
damit die Nutzer sich einfach eine Liste mit allen Beiträgen
zu einem bestimmten Thema ansehen können. Machen Sie Gebrauch
von dieser Kategorisierung, aber vermeiden Sie den
Standardfehler, einzelne Beiträge einfach mit fast allen
Kategorien zu verschlagworten. Treffen Sie eine Auswahl und
entscheiden Sie sich für ein paar wenige Orte, wo ein Beitrag
hingehören könnte.
Kategorien müssen ausreichend fein sein, damit die Nutzer
auch tatsächlich dorthin geführt werden, wo bereits Spreu
vom Weizen getrennt ist. Zugleich sollten die Kategorien auch
nicht allzu fein sein, damit die Nutzer nicht ein ewig langes
Menü mit Kategorien durchlesen müssen. 10-20 Kategorien
reichen aus, um die meisten Themen zu strukturieren.
Auf der Hauptseite einer jeden Kategorie heben Sie ein paar
Klassiker heraus und führen die aktuellsten Beiträge
chronologisch an.
7. Unregelmässige Aktualisierungen
Kundenerwartungen zu erzeugen und dann auch zu erfüllen
ist eine der fundamentalen Prinzipien der Web Usability. Bei
einem Weblog müssen die Nutzer abschätzen können, wann und
in welcher Frequenz Updates erfolgen.
Die meisten Weblogs fahren wohl am besten mit täglichen
Aktualisierungen. Wöchentliche oder sogar monatliche Updates
können je nach Thema auch gut funktionieren. In allen Fällen
sollten Sie sich einen festen Zeitplan für die Publikation
auswählen und sich dann daran halten. Wenn Sie in der
Regel täglich publizieren, dann aber auch gelegentlich Monate
ohne neue Inhalte verstreichen lassen, verlieren sie viele
Ihrer Stammleser, die für Sie vom grössten Wert sind.
Selbstverständlich sollte man nicht einfach Inhalte
erzeugen, wenn man gar nichts zu sagen hat. Den Cyberspace
mit unnötigen Informationen zu verschmutzen ist eine
Schandtat. Ein regelmässiger Publikationsrhythmus lässt sich
erreichen, indem man ein paar seiner Ideen nicht sofort
publiziert, sondern für spätere Durststrecken aufhebt.
8. Themen werden vermischt
Wenn Sie über allerlei verschiedene Themen schreiben,
werden Sie wahrscheinlich weniger hochrangige loyale
Stammleser anziehen. Vielbeschäftigte Leute mögen ein Blog
aufsuchen, um über ein für sie interessantes Thema zu lesen.
Sie kommen aber kaum zurück, wenn ihr gewünschtes Themengebiet
nur sporadisch zwischen einer Unzahl anderer Einträge
auftaucht. Die einzigen Leute, die alles durchlesen, sind
jene, die zu viel Zeit zur Verfügung haben - und das sind
dann tendenziell eher die uninteressanten Leute, die Ihnen
nichts bringen.
Je fokussierter Ihr Inhalt ist, desto fokussierter sind
auch Ihre Leser. Das macht Sie zugleich auch einflussreicher
in Ihrer speziellen Nische. Spezialisierte
Websites dominieren das Internet - zielen Sie also genau.
Wenn Sie wirklich den Drang verspüren, sich sowohl über
amerikanische Aussenpolitik als auch über die
Geschäftsstrategien in der Internettelephonie äussern zu
müssen, dann errichten Sie zwei Blogs. Sie können bei einer
passenden Gelegenheit immer noch vom einen aufs andere
verlinken.
9. Vergessen, dass man auch für den zukünftigen
Arbeitgeber schreibt
Immer wenn sie irgendetwas auf dem Internet
veröffentlichen - sei es ein Weblog, ein Beitrag in einem
Diskussionsforum oder sogar in einer E-Mail - denken Sie
daran, wie es auf Ihren zukünftigen Arbeitgeber in 10
Jahren wirken wird. Sobald etwas online ist, wird es
zwischengespeichert, archiviert und indexiert von unzähligen
Diensten, an die Sie nie denken würden.
In ein paar Jahren könnte Sie mal ein
Personalverantwortlicher ernsthaft für Ihren Traumjob in
Erwägung ziehen. Doch um ganz sicher zu gehen, wird er sie
kurz 'noopen. (Was vielleicht dann der Nachfolger von Google
sein wird. Seien Sie sich gewiss: es wird irgendeinen
Super-Schnüffeldienst geben, der alles ausgraben wird, was
jemals die Form von Bits und Bytes angenommen hat.) Wie wird
diese Person wohl über Ihre jugendlichen "Analysen"
denken oder über gemeine, beleidigende Beiträge in
Newsgroups (sogenannte Flames), die Ihren Namen tragen?
Überlegen Sie es sich also immer zweimal, bevor Sie etwas
veröffentlichen. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr
zukünftiger Boss es liest, dann publizieren Sie es nicht.
10. Domain-Namen des Weblog-Anbieters
Schon bald werden Weblog-Adressen mit Endungen wie
blogspot.com, typepad.com etc. denselben Beigeschmack haben
wie E-Mailadressen auf @aol.com oder eine Website bei
Geocities: Sie zeigen, dass es sich beim Autor um einen naiven
Anfänger handelt, den man nicht allzu ernst nehmen sollte.
Wenn Sie einen andern im Besitz Ihres Namens lassen, dann
bedeutet dies auch, dass der Ihr Internet-Schicksal in
seinen Händen hat. Der Anbieter kann dann die
Servicequalität nach Belieben runter- und den Preis
hochsetzen. Zugleich kann er nach Belieben über Ihrem Inhalt
Popups und blinkende Banner aufgehen lassen oder
verschiedene andere nutzervertreibende
Werbung schalten. Er kann auch Angebote von Ihren
Konkurrenten bei Ihnen einblenden. Natürlich können Sie sich
dann von so einem Anbieter abwenden. Allerdings geht das nur
auf Kosten Ihrer treuen Leserschaft all der Links, die Sie von
andern Websites anziehen konnten. Und Ihr Ranking in
Suchmaschinen verlieren Sie auch.
Je länger Sie auf der Domäne eines anderen bleiben, desto
grösser sind die Kosten für Ihre Unabhängigkeit. Es ist
zweifellos verlockend, ein neues Weblog auf einem dieser
Gratisdienste einzurichten. Es ist einfach, schnell und
natürlich billig. Aber ein eigener Domain-Name (und somit die
eigene Zukunft) kostet ja auch nur ein paar Franken pro Jahr.
Sobald Sie feststellen, dass es Ihnen mit dem Bloggen ernst
ist, kehren Sie solchen Websites von Drittanbietern den
Rücken zu. Je länger Sie damit abwarten, desto schmerzhafter
wird es sein, wenn Sie dann diesen Schritt endlich
unternehmen.
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